Uncharted - Drake´s Fortune

Uncharted

Drake's Fortune

Übersicht

Der erste Stein der den Uncharted - Hype ins Rollen bringen sollte schlug 2007 wie eine Bombe ein. 2016 fühlt es sich eher wie alte Knetmasse an, die Lust damit zu spielen vergeht einem schnell.

 

Der Anfang der Serie handelt davon wie Nathan Drake das sagenumwobenen El Dorado sucht, mit Hilfe des Tagebuches seines Verwandten Sir Francis Drake, dem berühmten Seefahrer. Unterstütztung erhält Nate in diesem Abenteuer von der Reporterin Elena sowie von seinem Mentor Sullivan.

 

Das Tagebuch erhält Nathan, indem er den Sarg von seinem Verwandten aus den Tiefen des Meeres birgt und plündert. Elena ist auch auf dem Boot von Nate, da sie einen Bericht für die Presse über Francis Drake schreibt. Nur durch puren Zufallen kommen genau zu diesem Zeitpunkt Piraten auf Motorbooten, die hinter dem gerade erbeuteten Schriftstück her sind. Ab hier übernimmt der Spieler die Kontrolle und darf sich mit der (heutzutage) etwas groben Steuerung auseinander setzen, die Reporterin beschützen und die Wellen von Piraten in Schach halten.

http://www.mobygames.com/game/ps3/uncharted-drakes-fortune/screenshots/gameShotId,408284/

Struktur und Inhalt

Eben diese Mechanik, bei der immer drei bis sieben Gegner in mehreren Wellen kommen finde ich lästig, da dadurch nur die Spielzeit künstlich verlängert wird. Es wird keine Spannung geschaffen, die Kämpfe werden eher ins Lächerliche gezogen.

Nate ist zum Beispiel ziemlich früh im Spiel auf der Suche nach der entführten Elena, die man über die ganze Serie hinweg immer wieder mal Retten muss, so entsteht zwischen den beiden eine vorhersehbare Liebesbeziehung. Der letzte bekannte Aufenthaltsort von ihr war in dem abgestürtzten Flugzeug im Dschungel. Natürlich stehen zwischen Nate und eben diesem Flugzeug einige Gegner. Nachdem die ersten acht besiegt wurden, klettern vier Banditen in den Bereich zu Nate, nach deren ableben wiederholt sich das ganze noch zweimal. Die erste Welle wäre wirklich genug gewesen, aber das Gebiet dann auch entsprechend kürzer. Rechnet man all die unnötigen Horden von Feinden zusammen, die zufällig dann erscheinen wenn ihre Freunde gestorben sind, wäre die Spielzeit um ungefähr eine ganze Stunde kürzer.

 

Ein anderer Aspekt von Uncharted sind die Rätsel, die etwa Gebiete und Gegenstände freischalten. Uncharted: Drake`s Fortune ist ein lineares Spiel, weswegen die Rätsel bewältigt werden müssen. In diesem Teil hat jedes Rätsel leider nur etwas mit dem Drehen von Gegenständen zu tun. Entweder sollen mehrere Statuen in die richtige Himmelsrichtung gedreht werden oder runde Tafeln in die korrekte Position.

Dieser Aspekt ist für meine Meinung viel zu einseitig, wird aber zum Glück in den nächsten Teilen sehr verbessert und abwechslungsreicher.

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Da Uncharted ein Action-Game ist, kommen auch Kletter- und Sprungeinlagen nicht zu kurz. Diese sind leider so aufgebaut, dass keine Spannung aufkommt. Die Halterung von Rohren lösen sich von der Wand, Vorsprünge aus Stein zerbrechen und halten nur einige Sekunden wenn man auf ihnen steht, weswegen schnell auf die nächsten Vorsprünge gesprungen werden muss.

 

Nach den ersten Zwei Stunden ist der Rest von Uncharted sehr vorhersehbar. Es gibt eine Schießerei, gefolgt von Klettern und Rätsel lösen. Im Grunde muss das nichts schlechtes sein, bei Drake`s Fortune mangelt es einfach an der Ausführung. So habe ich das Spiel eher wie einen Besuch beim Zahnarzt ertragen, bis zu dem Teil [SPOILER] der großen Enthüllung: Der Schatz ist verflucht!

Diese überraschende Storywendung hat mich wirklich wieder an das Spiel gebunden und mir sehr gefallen.

 

Der Endkampf hat mich über eine Stunde gekostet und resultierte darin, dass meine Freundin den Boss schlussendlich für mich besiegte, weil ich so genervt davon war. Ich will nicht zuviel Spoilern, sondern nur auf lästige Mechaniken hinweißen, die aus Wellen von Gegnern, Wallhacks und Quick Time Events bestehen.

 

Neun lange Stunden hat mich Drake`s Fortune beschäftigt. In diesen habe ich nicht viele der überall verstreuten kleinen Schätze gefunden, die einen mit Punkten belohnen. Diese Punkte kann man gegen Kostüme, Waffen und Cheats eintauschen. Nur schade, dass man dafür das Spiel erst einmal durchgespielt haben muss um sie zu nutzen, diese Tatsache hat meinen Anreiz zum Sammeln von Schätzen stark gemindert.

Der Grund warum ich Drake`s Fortune gespielt habe, war, dass Uncharted 4 in meinem Regal steht und ich doch gerne die Geschichte einer Serie durch die Spiele erlebe, anstelle von Walkthroughs.

 

 

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Story vorraussehbar und durchschnittlich ist, die Steuerung im Vergleich zu anderen Spielen aus 2007 durchaus gut, 2016 eher schlecht abschneidet. Grafisch befindet sich Drakes Fortune weit vorne im Vergleich zu Spielen aus 2007 und sogar 2016 schaut es immernoch gut aus. Der Sound sticht nicht besonders heraus, der Wiederspielwert ist für mich ziemlich gering, da es außer Schätzen und schwereren Schwierigkeiten nichts neues zu entdecken gibt.

 

Meine Bewertung für Uncharted: Drake`s Fortune setzt wie folgt zusammen:

Story

6/10

Grafik

9/10

Sound

5/10

Gameplay

3/10

Wiederspielwert

2/10

5 / 10